Das war 2025

Nein, ehrlich gesagt habe ich keine Lust, einen echten Rückblick zu verfassen – weder einen persönlichen noch sonst einen. Was ich aber möchte, ist, für mich meinen sportlichen Fortschritt zu vermerken. Der ist für mich einigermaßen erstaunlich. Ich schrieb ja schon an anderer Stelle, dass es nur wenige Jahre her ist, dass ich mich im Brustton der Überzeugung als No Sports bezeichnet hätte. Nun, das ist (vorerst?) wohl endgültig vorbei. Das Radfahren hat mit und es lässt mich nicht mehr los.

Seit dem zaghaften Beginn der Reise 2020 werden es jährlich mehr und mehr Kilometer, und das quasi nebenbei. 2025 bin ich 3720km mit dem Rad gefahren, 660 mehr als im Jahr davor und 720 mehr, als ich mir selbst als Ziel gesetzt hatte. Und dabei kann ich nicht wirklich sagen, dass ich mein Ziel mit Ehrgeiz verfolgt hätte. Da mit das Fahren mit dem neuen Rad so Spaß macht, kamen viele der Kilometer von ganz alleine.

2025 brachte noch weitere Veränderungen, mit denen ich vor noch ganz wenigen Jahren nicht gerechnet hätte. Zum einen habe ich im Oktober 2024 damit angefangen, ins Fitnessstudio zu gehen, um meine Rücken-, Rumpf- und Nackenmuskeln zu stärken. Dass ich das tatsächlich durchziehen würde und bis heute jede Woche (wenn ich nicht verreist oder krank war) mindestens einmal, meistens zweimal und sehr gelegentlich sogar dreimal hingehen würde, darauf hätte ich nicht gewettet. Die positiven Effekte sind ausgesprochen erfreulich und erfreulich spürbar – und zumindest für mich persönlich auch deulich sichtbar.

Zum anderen habe ich mir Powermeter-Pedale gekauft. Auch so ein Kram, den man als Freizeitradler auf meinem Niveau wirklich nicht braucht, der meinem Naturell als Zahlennerd und dem nicht zu unterschätzenden Gaming-Aspekt der Zahlenmesserei aber durchaus zugute kommt. Kombiniert mit meinem Fahrradergometer – ebenfalls einer neuen Anschaffung des letzen Jahres – sind damit sogar sinnvolle Trainings auf Zwift möglich, womit wir bei der letzten Neuerung wären. Natürlich fährt man auf dem Ergometer nicht wie auf einem echten Rad, aber das geht ja eh am Punkt vorbei. Ich bin ja wie gesagt Freizeitradler, noch dazu völlig ohne Ehrgeiz, an einem rennen teilzunehmen.

Es zeichnet sich ab, dass dieser Winter der erste sein wird, aus dem ich genauso fit herauskomme, wie ich hineingegangen bin. Tatsächlich glaube ich sogar, dass ich sogar fitter herauskommen werde, da ich gezielte Trainings absolviere, um das Treten auf dem Ding etwas spanndender zu gestalten. Und auch da braucht es ja nur wenige Wochen, um die ersten positiven Effekte zu verspüren.

Bleibt nun also abzuwarten, was das neue Jahr so bringen wird. Der Gedanke so wie alle anderen Midlife-Crisis-Radler auch einmal die Alpen zu überqueren lässt mich schon eine Weile nicht mehr los, und da ich das mit einem Besuch bei der lieben Verwandschaft am Ende der Überquerung verbinden könnte, nimmt der Gedanke in den letzten Wochen immer konkrete Formen an. Schau ‚mer mal.

Auch juckt es mich, mal in der Gruppe auszufahren oder vielleicht mal an einem Event teilzunehmen, um mit anderen Radlern in Kontakt zu kommen. Ich fahre zwar ausgesprochen gerne alleine mit dem Rad, aber vielleicht verpasse ich ja tatsächlich was. Auch hier: schau ‚mer mal.

Ich freue ich übrigens über alle Verbindungen:

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